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Auszüge und Artikel |
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Topthema: Interview mit Folteropfer |
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Vorwürfe wegen Folter |
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In der Untersuchungshaftanstalt von Driesdorf
werden nach unbestätigten Angaben über 100 Gefangene aus
verschiedenen Ländern Europas festgehalten. Ein Teil der
Untersuchungshäftlinge soll sich dort schon über ein Jahr
aufhalten. Das Innenministerium betont, dass sich dort nur die
gefährlichsten Terroristinnen befänden um verhört zu
werden. Es wurde versichert, es werden keine illegalen Mittel
angewandt. Zudem stehe jeder Gefangenen ein Rechtsbeistand zu,
welcher auf die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit achte. |
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Stresssyndrom |
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Doktor Mors gab in seiner
wissenschaftlichen Arbeit bekannt, dass
er den Nachweis erbracht habe, wonach das körpereigene
Hormon Kortikosteron zur Linderung des posttraumatischen
Stresssyndroms beitrage. Dies sei besonders in Hinsicht auf
die Opfer von Terroranschlägen wichtig, denn diese leiden
lebenslang an den Folgen des Erlebten. Ein nicht geringer
Teil von ihnen sei über Jahre hinweg nicht fähig am
normalen Leben teilzunehmen. |
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Krieg in unseren Städten |
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Hauptstadt – Am
Nachmittag, gegen 17.00 Uhr, erschütterte die bis dato
heftigste Explosion diesen Monat das Zentrum der Stadt. Die
Zahl der Opfer ist noch unbekannt, wird jedoch auf über 50
geschätzt. Nach Expertenmeinung muss es sich um eine Bombe
mit mehr als 200 Kilogramm Sprengstoff gehandelt haben.
Welcher Organisation dieser Anschlag zuzuordnen ist, kann
noch nicht gesagt werden.
Ein Sprecher des
Innenministeriums betonte, es werde alles getan, um den
Terroristen das Handwerk zu legen. Es wurde der Notstand
ausgerufen. Militäreinheiten, die sich seit den letzten
Anschlägen in Alarmbereitschaft befinden, wurden zur
Unterstützung der Polizei angefordert und riegeln das
Stadtzentrum weiträumig ab. Für die Woche wurde Staatstrauer angeordnet. Der Kanzler ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, Ruhe zu bewahren und die Augen offen zu halten. Die Terroristen sind unter uns, doch darf es zu keinen übereilten Aktionen kommen. Nur mit Besonnenheit und klarem Geist könne man der steigenden Gefahr begegnen.
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Auftrag - Folter? |
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Dieses Foto erreichte uns mit einem einem anonymen Brief. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschieden, das Bild mit dem entsprechenden Schreiben zu veröffentlichen: Ich habe ihr seit drei Wochen vermisstes "Mädchen von Seite Drei", Angela Loley, ausfindig machen können. Sie ist von einem Sonderkommando, dem so genannten F.i.B., entführt worden. Dieses Kommando kidnappt Personen die des Extremismus verdächtig sind und versucht Geständnisse und Informationen von ihnen zu erpressen. Dabei bedient man sich drastischer Mittel. Das beiliegende Bild habe ich heimlich mit dem Handy aufgenommen. Es zeigt Angela während ihres ersten Verhörs. Ich habe diesem beigewohnt. Auch an der anschließenden Folter nahm ich teil. Es geschah auf meinen eigenen Wunsch. Angela hielt sich sehr tapfer und ich hätte vorher nie geglaubt, dass eine junge Frau soviel aushalten kann. Ich versuchte ihr zu helfen. Bitte verstehen sie mich nicht falsch, aber ich selber musste Hand an sie legen. Das tat ich nur, um mich nicht zu verraten. Verzeihen Sie, dass ich meine Identität nicht preisgeben kann. |
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Banküberfall |
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Gestern Abend fand ein zweite Überfall
auf die Bank in der Krohnstätter Straße statt. Gegen
18 Uhr sollte die Filiale geschlossen werden, als vier Täter
aus einem kurz zuvor gestohlenen Kleintransporter
sprangen. Mit Maschinenpistolen bewaffnet, zwangen sie
die Angestellten zur Herausgabe des Geldes. Sie
erbeuteten dabei über 15.000 Euro. In diesem Augenblick
hielt ein Streifenwagen neben dem Kleintransporter. Den
Beamten war das Fahrzeug verdächtig vorgekommen. Als
die Räuber die Bank verließen und den Streifenwagen
sahen, eröffneten sie sofort das Feuer. Einer der
Polizisten wurde getötet, der andere schwer verletzt.
Drei Passanten trugen ebenfalls Schussverletzungen
davon. Die Täter konnten darauf fliehen. |
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Folter funktioniert nicht |
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Zunehmend herrscht die Rechtsmeinung vor, Moral ist überflüssig, da legales und moralisches Verhalten identisch sind. Das Recht ist also, egal von welchem Standpunkt aus, nicht kritisierbar. So sind die aktuellen Notstandgesetze, gleichgültig von welcher Seite gesehen, moralisch nicht angreifbar. Dabei wird die Staatsgewalt in ihrem Handeln von jeder Verantwortung befreit. So ist die Folter zu einem legitimen Mittel geworden, auch wenn man dies gerne von offizieller Stelle verschweigt. Man vergisst dabei gerne, dass die Folter kontraproduktiv ist. Es gibt keinen bekannten Fall, dass sie zu Ermittlungserfolgen geführt hat. Vielmehr korrumpiert sie den Folterer. Sie gibt ihm Macht und untergräbt so seine Disziplin. Das fördert die Instabilität innerhalb der Sicherheitsorgane. Prioritäten verschieben sich auf gefährliche Weise. Brutalität kann niemals funktionieren. Sie bringt nur wieder Brutalität hervor und schafft so noch mehr Unsicherheit. Die Folter ist menschenfeindlich. Sie widerspricht allen ethischen Vorstellungen, die sich eine moderne, demokratische Staatsform zu eigen machen sollte. Für sie darf es keine Entschuldigung geben. Dem Menschenrecht hat sich alles unterzuordnen, den es gilt für jeden. Nichts rechtfertigt den Einsatz der Folter, sei der Grund auch verständlich oder gar moralisch vertretbar. Moral ist ein Begriff, der sich mit den Zeiten ändert. So lässt er sich den Gegebenheiten anpassen und kann schnell zum Anlass für Handlungen werden, die zuvor undenkbar waren. So ist es möglich, dass es gewisse Situationen gibt, in denen man sich die gängige Moral nicht leisten kann und kurzerhand durch eine neue ersetzt. Die Anpassung wird durch die Dynamik in der Gesellschaft beschleunigt und es scheint kaum noch Raum zu geben, dies zu überdenken. So wird die Moral als Argument gegen die Folter schnell zur Falle. |
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Wer möchte unserer Angie beim Ausziehen helfen? |
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Unser Mädchen von Seite Drei. Für jeden unserer Leser hat sie ein Lächeln. |
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Silke, ein Folteropfer? |
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Der Prozess gegen Silke Kirsten erregte landesweit Aufsehen. Im Einvernehmen mit der Verteidigung hatte die Staatsanwaltschaft die Durchführung einer Befragung unter der Anwendung aggressiver Maßnahmen beantragt. Die Angeklagte stimmte dieser Anordnung zu. Ihr Anwalt erklärte, so wolle sie freimütig unter Beweis stellen, dass sie auf der Seite der Wahrheit stehe. Einen Test mit dem Lügendetektor habe sie schon bestanden. Der Raum, in dem die Tortur erfolgen sollte, befand sich in einem abgeteilten Trakt des Untersuchungsgefängnisses. |
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Demonstration |
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Vergangenen
Donnerstag haben 3000 Oppositionelle gegen das
Ergebnis der Parlamentswahl demonstriert. Das war
die bislang größte Kundgebung gegen den
amtierenden Präsidenten des Regierungsausschusses
nach der gewaltsamen Auflösung der Demonstration im
letzten Monat. Es kam zu zahlreichen Verhaftungen. Die Opposition verlangt weiterhin die Offenlegung der Stimmenauslesung. |
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